Emely vom Jadegold
Emely vom Jadegold

Ellenbogendysplasie (ED)

 

Die Ellenbogendysplasie, die bei manchen Golden Retrievern aufgrund einer erblich bedingten Vorbelastung auftreten kann, wird zusätzlich durch bestimmte Umwelteinflüsse, wie Ernährung oder Bewegung, begünstigt. Die ED beschreibt prinzipiell eine Erkrankung des Ellenbogens des Hundes, welche aber in unterschiedlichen Formen auftreten kann. Es wird zwischen OCD, also Osteochondrosis dissecans, einem fragmentierten Processus coronoideus oder einem isolierten Processus anconeus unterschieden.

Außerdem wachsen bei manchen Golden Retrievern die Ellen- und Speichenknochen ungleichmäßig, was ebenso eine ED zur Folge haben kann. Die grundlegende Krankheitsursache ist ein in der Wachstumsphase nicht richtig verknöcherter Knorpel, der sich abgelöst und im Gelenk ablagert hat. Dieses Problem tritt in manchen Fällen nach Traumata auf. In der Folge kommt es zu Entzündungen und Arthrosen im Gelenk, die Schmerzen verursachen.

Erste Symptome einer Ellenbogendysplasie zeigen sich oftmals schon bei jungen Golden Retrievern, etwa im Alter von fünf Monaten, verschwinden aber oft wieder nach Abschluss des Knochenwachstums. Später lahmen die Hunde häufig nach dem Aufstehen, sind bei körperlichen Aktivitäten wie Spaziergängen jedoch beschwerdefrei.

Um ein gesundes Knochenwachstum zu unterstützen, muss gerade bei jungen Golden Retrievern im Wachstum auf ein gesundes Futter geachtet werden, das einen geringen Energiegehalt aufweist. Auch zu hohe Protein-, Calcium-, und Vitaminwerte sollten vermieden werden. Eine Futteranreicherung mit Chondroitinsulfat und Glucosaminoglykanen für die Unterstützung der Gelenkgesundheit ist angeraten.


Hüftgelenksdysplasie (HD)

 

Die Hüftgelenksdysplasie ist eine häufig auftretende Krankheit der großen Hunderassen, von der auch der Golden Retriever nicht verschont bleibt. Die Hüftgelenksdysplasie ist einerseits auf genetische Faktoren und andererseits auf äußere Einflüsse, wie eine falsche Ernährung sowie eine unzureichende oder übertriebene körperliche Belastung, zurückzuführen. Sie tritt vor allem bei größeren Hunden auf und ist ein typisches Leiden der Golden Retriever (Smith et al. 2001).

Die HD manifestiert sich in einer Deformation des Hüftgelenks, wobei der Oberschenkelkopf oder die Gelenkpfanne so verändert sind, dass der Oberschenkelkopf nicht mehr optimal in die Gelenkpfanne passt. Verstärkende Umweltfaktoren für diese Krankheit sind eine zu hohe körperliche Belastung bei jungen Golden Retrievern, Übergewicht sowie eine falsche Ernährung und die unzureichende Qualität der Inhaltsstoffe im Futter.

Die Symptome einer Hüftgelenksdysplasie sind unter anderem vom Alter des Patienten und dem Schweregrad der Erkrankung abhängig. Bei Hunden treten die Schmerzen beim Gehen oder beim Abtasten durch den Tierarzt auf. Ein wackeliger Gang sowie Probleme beim Aufstehen sind ebenfalls typische Anzeichen.

Um die Symptome zu lindern und die Gelenkgesundheit zu unterstützen, sollte sich gerade das Futter für junge Golden Retriever aus restriktiven, also energiearmen Stoffen, zusammensetzen. Auch auf den Gehalt weiterer Nährstoffe ist zu achten, insbesondere auf den Calcium- und Phosphorgehalt. Diese beiden Stoffe üben erheblichen Einfluss auf den Knochenstoffwechsel und somit auf die Knochengesundheit aus. Durch ein energiearmes, aber dennoch nährstoffreiches Futter kann der Golden Retriever vor einer Hüftgelenksdysplasie geschützt werden.

 

Wie wird die Diagnose HD gestellt?

Die Diagnose HD lässt sich anhand von Röntgenaufnahmen des Hüftgelenks stellen. Sichtbare Veränderungen können an der Gelenkspfanne, am Oberschenkelkopf oder an beiden Knochen auftreten. Bei jungen Hunden ist gelegentlich nur ein auffällig lockeres Hüftgelenk zu beobachten, bei dem der Oberschenkelkopf nicht korrekt in der Gelenkspfanne liegt.

Aufgrund der Veränderungen auf dem Röntgenbild werden fünf Schweregrade von HD unterschieden.

HD-Grad (FCI)

A = HD-frei

B = Übergangsform

C = leichtgradige HD

D = mittelgradige HD

E = hochgradige HD

 

Bei vielen großen Hunderassen wie Rottweilern, Retrievern oder Deutschen Schäferhunden treten Gelenkerkrankungen erbbedingt auf. Daher raten wir dringend, sich die HD-Freiheit der Zuchteltern bestätigen zu lassen.

 

Eine weitere Ursache sind bestimmte Bewegungsabläufe wie Treppensteigen oder Springen, die zu einer Überdehnung oder Stauchung der Gelenke bis hin zu Rissen im sensiblen Knorpelgewebe führen können. Je häufiger der Hund diesen Bewegungsabläufen ausgesetzt ist, desto schneller verschleißt die Hüfte. Bei jungen Hunden kann eine frühe Überlastung der Gelenke zu Schäden führen. Hier gilt weiterhin: 5 min Bewegung pro Lebensmonat des Hundes an max. 6 Gängen pro Tag bis zum 4 Lebensmonat und 4 Gängen pro Tag bis zu einem Jahr.

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© Anne-Katrin van Rhee